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Gynäkologie

Die Gynäkologie, oder auch Frauenheilkunde, ist die Lehre der Entstehung und Behandlung des weiblichen Sexual- und Fortplanzungstraktes.

Entwicklung der Gynäkologie:

Ein kränkliches Mangelwesen sei die Frau, befanden die alten Griechen. Aristoteles sah sie als impotente Missgeburt, die mangels Lebenswärme Blut nicht wie der Mann zu Samen kochen könne. Die Gebärmutter gilt in der Antike als heimtückisches Wesen, das im Körper herumwandert, sich an Organe krallt oder im Kopf festbeissen kann (griechisch «hystera», Gebärmutter). Im Mittelalter kommt zur körperlichen und seelischen Minderwertigkeit der Frau die theologische hinzu: Sündhaft sei das Weib seit Eva, lehren die Kirchenväter und knüpfen Menstruation und Geburtsschmerz an die Erbschuld. Geburtshilfe ist damit Frauensache.

Mit der Aufklärung jedoch wächst das Interesse der Männer an Gynäkologie und Geburtshilfe. Ärzte drängen ans Wochenbett und degradieren die Hebammen, diese «frech und unverschämpt Weiber», zu Hilfspersonal. Sie verwissenschaftlichen die Frauenheilkunde und bremsen damit die oft nicht schriftkundigen Frauen aus. Mit den Männern zieht das Klirren von Instrumenten in die Gynäkologie ein. Neben dem Spekulum, das zwar längst bekannt, aber erst jetzt routinemässig eingesetzt wird, ist vor allem die Uterussonde beliebt. «Mit Hilfe dieses septischen Zauberstabs mag sich ausserdem mancher gynäkologische Spezialist ungewollt, wenn auch nicht unerwünscht, ein reiches, an den verschiedensten speziellen Entzündungen der Genitalorgane krankendes Patientengut herbeigeschafft haben», schreibt die Berner Medizinhistorikerin Esther Fischer-Homberger.


Dank erster chirurgischer Erfolge schwingt sich die Gynäkologie zum eigenständigen Fach auf. Ephraim McDowell schneidet 1809 einer amerikanischen Farmersfrau ohne Anästhesie eine sieben Kilogramm schwere Eierstockzyste aus dem Bauch. In der vaginalen Chirurgie tut sich James Marion Sims hervor. Er erprobt die Operation von Scheiden-Blasen-Fisteln an Plantagensklavinnen. Nach vierzig misslungenen Versuchen gelingt ihm der Durchbruch, und er wird international mit Ruhm und Anerkennung überhäuft.

Anschauungs- und Übungsmaterial zu finden, ist auch für die Kollegen in Europa ein Problem. Bis ins 19. Jahrhundert haben Frauenärzte ehrenwerte Damen blind tastend unter ihren Röcken zu untersuchen, allenfalls unter Decken, «deren Enden sie sich wie eine Serviette um den Hals banden», in dunklen Zimmern oder mit verbundenen Augen. Zum Glück für die Mediziner können sich jedoch nicht alle die edle Tugend der Scham leisten. «Accouchieranstalten» werden eingerichtet, in denen mittellose, unverheiratete Frauen kostenlos gebären können, sich dafür aber von Studenten untersuchen lassen müssen. Die Tagelöhnerin Catharina Schmidt, die ihr Kind heimlich auf einem Heuboden geboren und kurz danach verloren hat, gibt allerdings vor Gericht an, sie habe Angst gehabt, «in das Accouchierhaus von Marburg gebracht zu werden, weil da so viele Doctoren über einen gehen». Eine Entscheidung, die ihr 15 Jahre Zuchthaus einbringt – wegen Kindsmordes.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereiten die neuentdeckte Anästhesie und die Antisepsis der Gynäkologie einen Höhenflug. Neue chirurgische Eingriffe werden entwickelt und perfektioniert. Der Kaiserschnitt – bisher nur bei Toten oder in verzweifelten Fällen durchgeführt – beginnt sich durchzusetzen. Nach dem Ersten Weltkrieg tritt die Chirurgie etwas zurück zugunsten der Endokrinologie, die den Weg ebnet zur modernen Empfängnisverhütung. Die Liste der frauenmedizinischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts ist lang: zuverlässige Verhütung, neue Medikamente, Diagnose- und Früherkennungsmethoden, Krebsvorsorge – und an Universitäten ausgebildete Ärztinnen, die sich erfolgreich in die Gynäkologie zurückkämpfen.

 

 

 

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